Wenn aus Plastik Kleider oder Schuhe werden

09.08.2019 Aktuelles PM

Die deutsche Textilindustrie hat zahlreiche Verfahren und Produkte entwickelt, um aus Kunststoffmüll Bekleidung, Schuhe oder Teppiche zu produzieren.

Auch in der Filtertechnik ist die deutsche Industrie führend, um Mikroplastik aus Abwässern zu fischen. Zahlreiche Forschungsprojekte sollen die Techniken weiter voran bringen.

Forscher des Fraunhofer-UMSICHT-Instituts sind der Frage nach dem Faserabrieb aus Textilien durch Zusammentragen des aktuellen Wissens auf den Grund gegangen. Etwa 70 g pro Jahr beträgt danach der Faserabrieb aus Textilwäsche pro Person. Als Vergleich dazu: der Gummiabrieb von Autoreifen pro Person pro Jahr beträgt ca. 1,2 Kilogramm, also siebzehnmal mehr. Während der Abrieb der Autoreifen zumeist direkt in die Umwelt gelangt, wird das Waschmaschinen-Wasser in der Kläranlage gereinigt. 95 Prozent des Faserabriebs werden nach der Fraunhofer-Studie dort zurückgehalten. Ziel von Forschern aus der Textilindustrie ist, künftig 99 Prozent des Faserabriebs in der Kläranlage aufzufangen. Die Grundlage dafür soll ein groß angelegtes Forschungsvorhaben an der Hochschule Niederrhein legen. Mehr über TextileMission und weitere interessante Daten und Fakten über Mikroplastik finden Sie hier.