Tex Started meets Industry – ein gelungener Auftakt

27.11.2018 Aktuelles PM

Mit knapp 30 Teilnehmern fand am 20. November 2018 das erste Netzwerkfrühstück "Tex Started meets Industry" für Startups und Industrievertreter der Textil- und Modebranche statt.

Die Glocke ertönt und ist der Startschuss für die erste Netzwerkrunde. Mit knapp 30 Teilnehmern fand am Morgen vom 20. November 2018 das erste Netzwerkfrühstück "Tex Started meets Industry" für Startups und Industrievertreter der Textil- und Modebranche statt. In gemütlicher Atmosphäre gab es bei Frühstück und Kaffee kurze Präsentationen der Startups und Gelegenheit in Kontakt zu kommen und sich auszutauschen.

Zwei Runden mit jeweils vier Präsentationen - im Anschluss Zeit zum Netzwerken am Frühstückstisch. Das ist das Konzept von "Tex Started meets Industry", wozu der Gesamtverband textil+mode mit seiner Startup-Initiative Tex Started erstmalig einlud. Acht ausgewählte Startups haben dabei die Chance ihre innovativen Entwicklungen Vertretern der Industrie zu präsentieren. In nur vier Minuten pro Startup zeigen dabei alle jungen Unternehmen eindrücklich ihre Geschäftsideen und locken damit die interessierten Industrievertreter im Anschluss zum weiteren Austausch an ihren Frühstückstisch.

Runde eins beginnt mit CROVE, ein Smart Wearable in Form eines Handschuhs. Alicia Sophia Hinon von CROVE zeigt, wie der Handschuh aktuellste Technologie und Design mit der Flexibilität und Ergonomie der menschlichen Hand vereint und eine natürliche, präzise und direkte Interaktion mit Technik ermöglicht. Als nächstes demonstriert Anna Franziska Michel von yooneeque eine Weltneuheit in Form von sportlich intelligenter Mode. Hierbei werden persönliche Trainingsdaten von Sportlern in individuelle Designs umgewandelt. yooneeque arbeitet dafür an einer Software, die neuronale Netze, also eine Form von künstlicher Intelligenz, nutzt, um hochindividuelle Designs zu erstellen. BLAUHERZ., ein junges Modelabel, entwickelt in einem inklusiven Wertschöpfungsprozess Bekleidung für Menschen im Rollstuhl und für Menschen ohne körperliche Einschränkungen. Das Unternehmen steht für Nachhaltigkeit und Inklusion, was die Gründer Johanna Stolch und Sven Butz in ihrer Präsentation überzeugend darstellen. Den Abschluss der ersten Runde macht Bernhard Schipper von VRaktion. Das Unternehmen entwickelt das Connect Wearable Framework - eine Hard- und Softwarelösung für tragbare Elektronik und technische Textilien. Die Basis bildet die eigene flexible Platinenentwicklung, welche für tragbare Textilien optimiert ist und durch enge Verzahnung mit mobiler Software ein intuitives User-Experience bietet.

Mit der Glocke wird die anschließende Netzwerk- und Frühstücksrunde eingeläutet. Die Startups werden von den Industrievertretern an ihren Tischen besucht, ein Wechsel der Tische ist jederzeit möglich. Mit am Frühstückstisch sitzt auch Peter Haas, Hauptgeschäftsführer von Südwesttextil und hält fest: "Der Austausch und im Idealfall auch die Zusammenarbeit mit Startups ist für uns Verbände ebenso wichtig wie für unsere Unternehmen. Gründer und Etablierte unterschätzen sich oft gegenseitig - weder sind die einen zu unerfahren noch die anderen zu langsam. Diese Netzwerkarbeit befruchtet alle und macht richtig Spaß. Ich nenne das 'Fundament meets Frischzellenkur'. Wir bei Südwesttextil suchen jedenfalls sehr stark den Kontakt zu Startups, um neue Impulse zu bekommen. Und die Gründer merken sehr schnell, wie nützlich wir auch für sie sein können."

Nach vielen Gesprächen, getauschten Visitenkarten und einer ersten Stärkung, beginnt für die Teilnehmer Runde zwei. Wieder zeigen vier Startups, welche Innovationen sie für die Textil- und Modeindustrie bereithalten. Den Auftakt macht Elron Werner von Betterguards. Betterguards entwickelt und produziert adaptive Schutzelemente für menschliche Gelenke, Sehnen und Muskeln. Dieser "Sicherheitsgurt" vereint die bisher konkurrierenden Anforderungen von schützender Bewegungslimitierung und Bewegungsfreiheit im physiologischen Bereich. Das System lässt sich auch in Textilien wie Bandagen, Schuhen usw. integrieren. Nora Baum von Pattarina demonstriert eine neue Art mit Stoff zu arbeiten: mit Augmented Reality lassen sich digitale Schnittmuster direkt auf den Stoff übertragen - das ermöglicht massive Zeitersparnissen im Hobbynähbereich. Diese neue Technologie kann aber noch viel mehr und bietet auch für industrielle Anwendungen Potential, nämlich immer dort, wo präzise Musterinformationen durch Menschen übertragen werden müssen. Philipp Grüntker von FOURSOURCE geht auf die fehlende Transparenz der stark fragmentierten Beschaffungsmärkte im Bekleidungsbereich ein. Das Unternehmen hat das Ziel die fehlende Transparenz der stark fragmentierten Beschaffungsmärkte zu beseitigen und die Beschaffung von Bekleidung kostengünstiger und risikoärmer zu gestalten. FOURSOURCE bietet Lösungen an, die es allen Marktteilnehmern ermöglichen soll, ihre Zykluszeit erheblich zu beschleunigen, on-trend zu sein und den Mehrwert für ihre Kunden zu steigern. Die zweite und letzte Präsentationsrunde endet mit Martin Riebe von SmartStoff. Smart Stoff beschäftigt sich mit der 3D-Vermessung des Körpers mit Hilfe von intelligenten Textilien. Neben dem Material wird dazu noch eine passende Technologieplattform entwickelt, die im B2B-Bereich zur Anwendung kommen soll.

Erneut klingt die Glocke für den Start in die nächste Netzwerkrunde und wieder nutzen die Teilnehmer die Gelegenheit für Gespräche und neue Kontakte. Zufrieden sagt Elron Werner von Betterguards: "Wir sind für diese Möglichkeit der Vernetzung von jungen Unternehmen mit etablierten Wirtschaftsvertretern sehr dankbar und freuen uns, dass der Gesamtverband textil+mode uns diese Möglichkeit eröffnet. Der Kontakt zu Wirtschafts- und Verbandsvertretern ist für uns als Startup elementar. Gerade durch unser B2B-Business Modell ist die Vernetzung mit anderen Unternehmen die Grundlage für unseren Erfolg." In Kopf und Bauch gesättigt endet auch diese Runde und damit das erste Netzwerkfrühstück "Tex Started meets Industry".

Ziel der Veranstaltung war es, Startups und etablierter Industrie zusammen zu bringen und einen Austausch zu ermöglichen. Die Veranstaltung wurde initiiert von Tex Started, dem Netzwerk für Startups der Textil- und Modeindustrie, eine Initiative vom Gesamtverband textil+mode. Dr. Walter Erasmy, Hauptgeschäftsführer vom Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie spricht am Ende der Veranstaltung einen entscheidenden Punkt an: "Die Zusammenarbeit von Startups und Industrie bietet für unsere Branche große Potentiale. Wir müssen als Verbände versuchen, unsere Unternehmen weiter mitzunehmen, mehr Interesse an dem Thema zu wecken und weitere Gelegenheiten für den Austausch von beiden Seiten zu ermöglichen."

Fotos zur Veranstaltung

Tex Started ist das Netzwerk für Startups der Textil- und Modeindustrie und eine Initiative vom Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie. Tex Started hat das Ziel, Kooperationen von etablierten Unternehmen und Startups zu fördern sowie innovative Gründungen in der Branche zu unterstützen. Es richtet sich an Startups der Branche mit dem Schwerpunkt auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit mit Sitz in Deutschland. Weitere Infos unter texstarted.de oder bei Mareike Giebeler, Gesamtverband textil+mode.