Fashion Week Berlin: Deutsche Modeindustrie punktet mit wieder steigenden Umsätzen

02.07.2019 PM Aktuelles

t+m-Präsidentin Neumann: Deutsche Marken führend, wenn es um ausgezeichnetes Design und Werthaltigkeit geht

Berlin: Die Unternehmen der deutschen Bekleidungsindustrie haben im ersten Quartal dieses Jahres 2,5 Prozent mehr Umsatz gemacht. Auch die Zahl der Beschäftigten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent.

Ingeborg Neumann, Präsidentin des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie: "Die deutschen Marken sind führend, wenn es um ausgezeichnetes Design und Werthaltigkeit geht. Weltweit produzieren die deutschen Unternehmen nach besten Umwelt- und Sozialstandards. Die mittelständischen Unternehmen der deutschen Textilindustrie behaupten sich weltweit mit hoher Qualität."

So legte die deutsche Bekleidungsindustrie im vergangenen Jahr im Export um 9 Prozent zu, während die Umsätze durch die Krise im deutschen Modeeinzelhandel insgesamt rückläufig waren. 

Für textil+mode-Präsidentin Neumann stehen diese Zahlen für die weltweite Anerkennung der deutschen Textindustrie. "Nachhaltigkeit gehört zur DNA unserer Unternehmen. Wir produzieren nicht nach ex- und hopp-Manier, sondern leisten täglich unseren Beitrag als Familienunternehmen und Mittelständler. Textil hat Tradition in Deutschland, genauso wie unsere Familienunternehmen. Wir schaffen Arbeitsplätze, bilden aus und sind führend, wenn es um textile Forschung geht."

Um auch weiterhin im internationalen Markt bestehen zu können, braucht es die richtigen Weichenstellungen der Bundesregierung. "Als mittelständische Textilindustrie brauchen wir dringend Entlastung bei Steuern, Bürokratie und vor allem bei den Energiekosten", so Neumann. "Es ist nicht nachvollziehbar, dass ausgerechnet die Unternehmen immer mehr belastet werden, die weltweit nach den besten Umwelt- und Sozialstandards produzieren. Immer weiter steigende Strompreise oder überflüssige nationale Textilsiegel sind keine zukunftsweisenden Weichenstellungen, sondern schlicht existenzgefährdend für den Standort Deutschland."

Zuletzt hatte die deutsche Textilindustrie in Berlin mit der Premiere der PolitFashionNight gezeigt, wie Nachhaltigkeit und Glamour zusammengehören. Rund 300 Gäste erlebten in der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen beim Bund die "Fashion Forward"-Modenschau der Hochschule Niederrhein und konnten sich über Innovationen der deutschen Textilindustrie informieren.

 

Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie ist mit etwa 1 400 Unternehmen und ca. 135 000 Beschäftigten im Inland die zweitgrößte Konsumgüterindustrie in Deutschland. Deutsche Textil- und Modeunternehmen erwirtschaften einen Jahresumsatz von ca. 32 Milliarden Euro (davon 60 Prozent Textil, 40 Prozent Bekleidung) und sind damit in Europa führend. Technische Textilien sind schon heute ein hoch innovativer Werkstoff in vielen Anwendungsgebieten und deutsche Textilunternehmen sind wichtige Zulieferer für Branchen wie Automobil, Luft- und Raumfahrt, Medizin, Geotechnologie. Im Bereich technischer Textilien ist Deutschland Weltmarktführer. www.textil-mode.de