EEG

Die Textil- und Modeindustrie fordert neues Finanzierungsmodell für die Energiewende

Die seit Jahren massiv steigenden Strompreise belasten die deutschen Unternehmen erheblich und gefährden ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit. Unsere Konkurrenten in Europa und in der Welt haben keine Sonderlasten durch die Energiewende zu tragen, und die Energiekosten in Ländern wie den USA sind erheblich geringer als bei uns. Schon heute werden Investitionsentscheidungen aufgrund der hohen Energiepreise gegen den Wirtschaftsstandort Deutschland getroffen. Das ist eine brandgefährliche Entwicklung. Die Bundesregierung muss das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) so ausgestalten, dass der deutsche Mittelstand nicht länger die Hauptlast tragen muss.

Finanzierung nicht ausschließlich über den Strompreis

Bisher sind nur sehr große Stromverbraucher mit einer sehr hohen Stromintensität von der EEG-Umlage teilweise ausgenommen, während der größte Teil der mittelständischen Industrie die EEG-Umlage in voller Höhe zahlen muss. Da die bisherige Umlage zu 90 Prozent auf den Förderzusagen der Vergangenheit beruht, können weder ein sofortiger Förderstopp noch ein verändertes Fördersystem für Neuanlagen die EEG-Umlage in den nächsten Jahren absenken. Da die Energiewende eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, sollte sie nicht mehr ausschließlich über den Strompreis finanziert werden.

Bündnis faire Energiewende

Das "Bündnis faire Energiewende" aus sieben mittelständisch geprägten Industriebranchen schlägt vor, die Energiewende statt wie bisher über den Strompreis in Zukunft über den Bundeshaushalt zu finanzieren.

Im Positionspapier sind die Forderungen zusammengefasst.

Die Verbände im "Bündnis faire Energiewende" vertreten branchenübergreifend etwa 10 000 deutsche Unternehmen mit ca. 1 Million Mitarbeitenden und etwa 200 Milliarden Euro Jahresumsatz.

Zum "Bündnis faire Energiewende" zählen:

  • Bundesverband der Deutschen Gießerei-Industrie BDG
  • Bundesverband Keramische Industrie e.V.
  • FDBR e.V. - Fachverband Anlagenbau
  • Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie e.V.
  • Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V.
  • wdk Wirtschaftsverband der deutschen Kautschukindustrie e.V.
  • WSM Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V.