FAQ

Fragen und Antworten zum Gesamtverband textil+mode

Wen vertritt der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie (t+m)?

Wir sind das Sprachrohr der Branche mit etwa 1.400 Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie. Es handelt sich hierbei um viele mittelständische Unternehmen.

Wie hoch ist der Umsatz der Branche?

Der Umsatz liegt bei ca. 35 Milliarden Euro im Jahr (Stand: 2017). Davon entfallen ca. 3 Milliarden Euro auf Heimtextilien, ca. 12 Milliarden Euro auf Bekleidung und ca. 13 Milliarden Euro auf technische Textilien und ca. 3 Milliarden Euro auf Schuh- und Lederwaren.

Wie viele Beschäftigte hat die Branche?

Die deutsche Textil- und Modeindustrie beschäftigt ca. 135 000 Mitarbeiter in Deutschland.

Wo produzieren die Unternehmen ihre Produkte?

Viele Unternehmen produzieren sowohl in Deutschland als auch im Ausland. Häufig findet auch Auftragsfertigung statt, das heißt, selbständige Unternehmen im Ausland fertigen Produkte im Auftrag deutscher Unternehmen.

Was sind die Einheitsbedingungen der deutschen Textilindustrie?

Textilindustrie, Bekleidungsindustrie und Textiler Einzelhandel haben die Einheitsbedingungen der deutschen Textilwirtschaft aktualisiert. Diese sind am 1. Januar 2015 in Kraft getreten.

Die Einheitsbedingungen der deutschen Textilindustrie stellen die maßgeblichen Zahlungs- und Lieferbedingungen der Branche dar.

Fassung ab 01.01.2015

 

 

Wie kann ich Mitglied werden?

Der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie hat ausschließlich Landes- und Fachverbände der Textil- und Bekleidungsindustrie als Mitglieder, die Sie hier finden können. Einzelpersonen können keine Mitgliedschaft erlangen.

Was ist die Textilkennzeichnung?

Textilien müssen mit einer Rohstoffkennzeichnung und Angaben über die Faserzusammensetzung versehen werden. Hierzu gilt seit 7. November 2011 die Europäische Textilkennzeichnungsverordnung (Verordnung (EU) 1007/2011 vom 27. September 2011).

Diese legt die Vorschriften über die Bezeichnungen von Textilfasern und die damit zusammenhängende Etikettierung und Kennzeichnung der Faserzusammensetzung von Textilerzeugnissen fest, um das Funktionieren des Binnenmarkts zu verbessern und den Verbrauchern zutreffende Informationen zur Verfügung zu stellen.

Am 24.02.2016 ist das neue Textilkennzeichnungsgesetz (TextilKennzG) in Kraft getreten. Das neue TextilKennzG schafft im Wesentlichen den Rechtsrahmen für die Durchführung und den Vollzug der europäischen Textilkennzeichnungsverordnung.

Der Gesamtverband textil+mode hat einen Leitfaden zur Textilkennzeichnung erstellt, der Sie über die Regelungen informiert.

Was sind nichttextile Teile tierischen Ursprungs?

Hersteller müssen über Bestandteile tierischen Ursprungs informieren, auch wenn es sich nicht um Fasern handelt. Die Vorschrift zielt auf Leder und Fell ab. Da keine Mindestmenge von Leder oder Fell angegeben ist, sind auch kleinste Mengen zu kennzeichnen. Dies gilt zum Beispiel für Lederlabel an Jeans oder für Knöpfe, die aus Horn hergestellt sind. Notwendig ist eine wörtliche Kennzeichnung: „enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs". Die vorgeschriebene Kennzeichnung darf ergänzt werden. Sie gilt nur für Textilerzeugnisse. Dies bedeutet, dass Lederjacken oder Pelzmäntel nicht gekennzeichnet werden müssen, weil sie nicht zu mindestens 80 Prozent aus Textilfasern bestehen und deswegen keine Textilerzeugnisse im Sinne des Art. 2 der Europäischen Textilkennzeichnungsverordnung sind.

Was ist die Pflegekennzeichnung?

Die meisten Produkte erhalten eine Pflegekennzeichnung, die mit den Symbolen der Internationalen Vereinigung für Pflegekennzeichen für Textilien (Ginetex) ausgestattet sind. In Deutschland besteht keine gesetzliche Pflicht, diese Symbole zu verwenden. Für Informationen wenden Sie sich bitte an unseren Mitgliedsverband GermanFashion.

Was ist das Bündnis für nachhaltige Textilien und wie engagiert sich der Gesamtverband textil+mode?

Das Bündnis für nachhaltige Textilien wurde im Oktober 2014 auf Initiative von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller durch Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie, des Handels, der Gewerkschaften, Verbände und Zivilgesellschaft gegründet. Inzwischen gibt es 148 Mitglieder (August 2017).

Erklärtes Ziel ist es, soziale, ökologische und ökonomische Verbesserungen entlang der Textilkette zu erreichen. Von allen Mitgliedern des Bündnisses – Regierung, Unternehmen, Zivilgesellschaft, Verbände, Gewerkschaften, Standardorganisationen, etc. – wird gleichermaßen erwartet, ihre jeweiligen Kompetenzen vor dem Hintergrund ihrer fachlichen Schwerpunkte und ihrer Funktion und Position in der Lieferkette einzubringen und ihren Einfluss geltend zu machen.

Der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie teilt die Ziele des Bündnisses und ist dem Zusammenschluss im Juni 2015 beigetreten. In einer breit angelegten Informationskampagne informiert er seine Mitgliedsverbände und die Unternehmen der Textil- und Modeindustrie über das Bündnis und mögliche Umsetzungsstrategien von CSR im Unternehmensalltag.

Textilbündnis - Das Bündnis für nachhaltige Textilien auf einen Blick