Wenn das Rotorblatt ins Plaudern kommt

15.04.2015 PM

Forschungskuratiorium Textil präsentiert neue Monitoring-Technologie für textile Bauelemente auf der Hannover Messe

Stadiondächer, Rotorblätter und Leichtbausegmente an Maschinen und Anlagen: Die dabei zum Einsatz kommenden textilen Bauelemente bzw. Membranen sind enormen Materialbelastungen durch Wind, Klima und Alterung ausgesetzt. Eine neue Monitoring-Technologie, die das Forschungskuratorium Textil gerade auf der Hannover Messe zeigt, soll jetzt aus dem Bauteil heraus die vor allem zugbeanspruchte Struktur der Faserverbundkunststoffe überwachen: textile Sensorik in Form von maßgeschneiderten Netzen. Ein GFK-Rotorblatt als Demonstrator sowie eine Herstellungstechnologie sind Ergebnis eines IGF-Projekts am Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik (ITM) der TU Dresden.

Vom Forschungserfolg sollen rund 50 Hersteller von Multiaxialgelegen und textilen Halbzeugen profitieren. Mit derartiger Strukturüberwachung nimmt zudem eine neue Produktgruppe mit enormem Wertschöpfungspotenzial Gestalt an. Sensortextilien können konventionelle Überwachungssysteme bzw. kostenintensive zerstörungsfreie Prüfverfahren ersetzen. Sie spüren als wahrhafte Insider schon im Frühstadium nicht sichtbare Schäden wie Delamination, Matrixrisse, Faserbruch usw. auf und schlagen entsprechend Alarm. Die dafür verwendeten Carbonfaser-Sensoren bilden Dehnungen sowohl auf Grund statischer als auch dynamischer Beanspruchungen genauestens ab. Der physikalische Effekt dahinter: Die piezoresitiven Fasern reagieren auf Veränderung des elektrischen Widerstands infolge Druck oder Zug.

Mehr Infos unter www.textilforschung.de