Vermeidung von Chrom (VI)

30.07.2015 Aktuelles PM

CADS präsentiert ultimativen Leitfaden für Lederhersteller

Düsseldorf (30.07.2015) - Der t+m-Mitgliedsverband HDS/L stellte heute auf der GDS Schuhmesse in Düsseldorf einen neuen Leitfaden für Lederhersteller vor:

Chrom (VI) ist eines der größten Probleme bei der Lederherstellung. Immer wieder werden in Lederprodukten Chromverbindungen nachgewiesen. Und doch gilt die Chromgerbung nach wie vor als das wichtigste und beste Gerbverfahren. Bei der Gerbung wird Chrom (VI) nicht als Chemikalie verwendet. Nachweisbare Mengen an Chrom (VI) deuten fast immer darauf hin, dass die Leder nicht nach dem aktuellen Stand der Technik hergestellt oder behandelt wurden. Chrom (VI) kann in verschiedenen Stufen der Produktion generiert werden: beim Lederherstellungsprozess und während der Lagerung bzw. des Transportes der Leder oder Lederwaren.

Gemäß aktueller EU-Rechtsprechung sind mit Chrom (VI) belastete Lederprodukte nicht verkehrsfähig. Wie lässt sich Chrom (VI) vermeiden? Dieser Problematik hat sich CADS, Cooperation at DSI, angenommen und hat dazu einen neuen, einzigartigen Leitfaden entwickelt. Das in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Chinesisch) verfasste Handbuch mit dem Titel "Der Leitfaden für Lederhersteller. Empfehlungen zur Vermeidung der Chrom (VI) Bildung" wurde von einer Gruppe von Experten aus der chemischen Industrie, von Forschungsinstituten, Lederherstellern und Ledertechnikern innerhalb der CADS Kooperation verfasst. Das Handbuch richtet sich an die gesamte Lieferkette: von der Gerberei bis zum Schuh- bzw. Lederwarenhersteller und beinhaltet das komplette Wissen zu Chrom (VI) - komprimiert, praktisch, leicht verständlich und auf dem neuesten Stand der Technik.

"Ziel des Handbuchs ist, den Mitarbeitern in Gerbereien valide Informationen und praktische Tipps zur Verfügung zu stellen, damit sie Leder nach neuestem Wissensstand herstellen und die Entstehung von Chrom (VI) verhindern können", bringt Michael Tackenberg, Vorsitzender des Vorstands von CADS, die Inhalte des Leitfadens auf den Punkt. "Durch Qualitätssicherung in den Produktionsstätten, bei der technische Maßnahmen vorbereitet und überwacht werden, kann eine definierte Qualität der Leder erreicht und auf Dauer erhalten werden.

Die Arbeitsgruppe hat Standards geschaffen, die den Gerbereien Hilfestellungen bieten, Leder ohne Chrom (VI)-Bildungspotenzial herzustellen." Neben den technischen Standards sind aber auch Transparenz, Kommunikation und Informationsaustausch in der Lieferkette notwendig, um sicherzustellen, dass die Leder für den vorgesehenen Verwendungszweck geeignet sind.

"Der Leitfaden für Lederhersteller. Empfehlungen zur Vermeidung der Chrom (VI) Bildung" ist zum Preis von Euro 20,-- (zzgl. Verpackung, Versandkosten + MWSt.) bei CADS - Cooperation at DSI in Offenbach erhältlich. Bestellungen per Mail an: b.braun@cads-shoes.com.

 

Was ist CADS?

CADS, Cooperation at DSI, ist eine Kooperation unter dem Dach des Deutschen Schuhinstituts, bestehend aus über 60 namhaften Unternehmen der Schuh-, Leder- und Textilbranche. CADS wurde im November 2007 gegründet und beschäftigt sich mit der brisanten Thematik Schadstoffe in Schuhen und Lederwaren. CADS setzt sich initiativ für die Vermeidung von riskanten Substanzen ein. Ziel der Vereinigung ist unter anderem die Schaffung und Verbreitung von Kenntnissen zur Herstellung und Vermarktung schadstofffreier Schuhe und Schuhmaterialien. Darüber hinaus setzen sich die Mitglieder von CADS nachhaltig für eine umweltverträgliche Produktion ein. Die CADS angeschlossenen Unternehmen arbeiten nach strengeren Richtlinien als der Gesetzgeber verlangt. Die Gesundheit der Verbraucher steht dabei stets im Mittelpunkt. Offenbach/Düsseldorf, 30.07.2015

Kontakt:

CADS - Cooperation at DSI
Dr. Claudia Schulz
Berliner Str. 46
63065 Offenbach
Tel. 069 / 829742-10
Email: c.schulz@schuhinstitut.de