Unternehmen und Spitzenverbände treten „Textilbündnis“ bei

02.06.2015 Aktuelles PM

Die Spitzenverbände von Handel und Industrie sowie führende Unternehmen der Textilwirtschaft haben heute ihren Beitritt zum „Bündnis für nachhaltige Textilien“ erklärt. Sie wollen gemeinsam mit der Bundesregierung und Vertretern der Zivilgesellschaft dazu beitragen, die Sozial- und Umweltstandards in der textilen Produktions- und Lieferkette zu verbessern.

Zu den beitretenden Unternehmen zählen unter anderem: Accessu, Adidas, Adler, Aldi Nord, Aldi Süd, Bierbaum-Proenen, Bugatti, C&A, Dieckhoff, Dressler, Elmer & Zweifel, Ernsting‘s Family, Hugo Boss, Hakro, H&M, KiK, Kübler, Lidl, Olymp, Otto Group, Peppermint, Pikeur, Real, Rewe Group, Seidensticker, Tchibo, Wilvorst und Wilox.

„Wir haben mit dem Textilbündnis einen ambitionierten Aktionsplan erarbeitet, der nun einen breiten Beitritt der Wirtschaft ermöglicht“, betonte Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Dies sei die Voraussetzung, die sozialen und ökologischen Bedingungen bei der Herstellung von Textilien in Lieferländern nachhaltig verbessern zu können. Genth hob den positiven Geist hervor, in dem die Verhandlungen mit den Mitgliedern des Bündnisses stattgefunden haben. „Nur im engen Schulterschluss von Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft können wir in den Produktionsländern etwas bewegen.“ Einig sei man sich, dass Unternehmen auch in Lieferländern keine Aufgaben des Staates oder der Tarifpartner wahrnehmen könnten. Die Unterzeichner sehen das Textilbündnis als Anfang eines internationalen Prozesses. „Eine konsequent internationale Ausrichtung des Textilbündnisses ermöglicht nunmehr auch abgestimmte Initiativen der Staatengemeinschaft“, so der HDE-Hauptgeschäftsführer.

„Die unterschiedlichen Startvoraussetzungen von mittelständischen und von großen Unternehmen werden im Prozess ausdrücklich berücksichtigt“, erklärt Dr. Uwe Mazura, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie. Die Ziele des Aktionsplans dienen als Handlungsrahmen für die künftige Arbeit. Die Ergebnisse werden durch eine unabhängige Stelle geprüft und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der Beitritt der Spitzenverbände und Unternehmen ist das Signal der deutschen Wirtschaft, ihr bisheriges Engagement und bestehende Initiativen für eine verantwortliche Lieferkette weiter auszubauen.

Das „Bündnis für nachhaltige Textilien“ wird nun getragen von zahlreichen Unternehmen aus Textilindustrie und -handel, dem Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie, dem Handelsverband Deutschland, GermanFashion Modeverband, dem Bundesverband der Deutschen Sportartikel-Industrie, der Außenhandelsvereinigung des deutschen Einzelhandels sowie der Bundesregierung und zahlreichen Organisationen der Zivilgesellschaft.