Ingeborg Neumann gratuliert Dresdener Textilforschern zum Deutschen Zukunftspreis für Carbonbeton

01.12.2016 PM

Zwei Brücken in Oschatz und Albstadt sind bereits in Betrieb

Die Dresdener Textilforscher Manfred Curbach, Chokri Cherif und Peter Offermann wurden gestern Abend für ihre Entwicklung von Carbonbeton mit dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten geehrt. Hierzu erklärt Ingeborg Neumann, Präsidentin des Gesamtverbands der deutschen Textil- und Modeindustrie:

"Carbonbeton löst eine Revolution des Bauens aus, weil das Material sehr viele positive Eigenschaften miteinander verbindet. Wir gratulieren den Textilforschern herzlich zu dieser Ehrung. Mit dem Deutschen Zukunftspreis wird auch die Innovationskraft der deutschen Textilforschung und der deutschen Textilindustrie anerkannt. Die Zukunft nicht nur des Bauens ist textil."

Carbonfasern sind ein textiles Material. Textilbeton rostet nicht. Die Betonummantelung des Carbongitters kann deswegen wesentlich dünner ausfallen als bei Stahlbeton. Dadurch werden die Bauwerke wesentlich leichter und halten länger. Experten sprechen von einer Lebensdauer von 200 Jahren. Sie müssen weniger gewartet werden. Die Produktion benötigt weniger Rohstoffe und weniger Energie als herkömmliche Stahlbetonkonstruktionen.

Brücken aus Textilbeton stehen bisher u.a. in Oschatz (Sachsen) sowie in Albstadt (Württemberg).

Mehr Informationen über den Einsatz moderner Textilien im Bausektor finden Sie in einer Broschüre des Gesamtverbandes und des Forschungskuratoriums Textil: http://www.textilforschung.de/uploads/2014-03-21-17-31-19-41-1.pdf