Türkei: „Weitere negative Entwicklungen wären Gift für die gemeinsamen wirtschaftlichen Beziehungen.“

22.07.2016 PM

Ingeborg Neumann, Präsidentin Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie

Die deutsche Textil- und Modeindustrie importierte im Jahr 2015 Produkte im Wert von mehr als 4 Milliarden Euro aus der Türkei, zu etwa 80 Prozent Bekleidung. Damit ist die Türkei eines der wichtigsten Lieferländer. In den letzten Jahren beobachten wir leider eine restriktivere türkische Handelspolitik, die sich trotz gemeinsamer Zollunion auch nachteilig auf deutsche Textil-, Bekleidungs- und Schuhunternehmen auswirkt. Weitere negative Entwicklungen wären Gift für die gemeinsamen wirtschaftlichen Beziehungen. Wir müssen alles tun, Unsicherheiten bei Investoren und Kunden zu vermeiden. Denn für die weitere wirtschaftliche Entwicklung braucht die Türkei stabile Geschäftsbeziehungen nach Deutschland und ganz Europa. Hierfür sind demokratische und rechtsstaatliche Strukturen von entscheidender Bedeutung.