Erbschaftssteuer darf Familienunternehmen nicht gefährden

17.12.2014 PM

Ingeborg Neumann plädiert für generationengerechte Ausgestaltung

Für eine generationengerechte Ausgestaltung der Erbschaftssteuer spricht sich Ingeborg Neumann aus, Präsidentin des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie: „Die Neuregelung der Erbschaftssteuer muss einen Generationenwechsel ermöglichen, ohne die Unternehmen zu belasten. Sonst drohen Notverkäufe oder Insolvenzen.“

Hintergrund ist die heutige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die eine neue gesetzliche Regelung der Erbschaftssteuer bis 2016 erfordert.

Für Familienunternehmen, die beim Tod des Alleininhabers vererbt werden, ergeben sich hieraus besondere Schwierigkeiten: Das Kapital der vererbten Unternehmen ist in der Regel fest gebunden. Regeln im Gesellschaftervertrag verhindern in aller Regel hohe Kapitalentnahmen, um das Unternehmen zu schützen und Arbeitsplätze zu sichern. Wenn hierauf mehrere Millionen Euro Erbschaftssteuer gezahlt werden müssten, müssten die Erben einen Teil des Unternehmens verkaufen, Arbeitsplätze abbauen oder im schlimmsten Fall in Insolvenz gehen. Dies muss durch eine neue gesetzliche Regelung verhindert werden.