Arbeitgeber wollen angemessene Tarifentwicklung

06.12.2016 PM

Ingolstadt: Tarifverhandlungen für die westdeutsche Textil- und Modeindustrie haben begonnen

Am heutigen Dienstag haben in Ingolstadt die Tarifverhandlungen für die rund 100 000 Beschäftigten der westdeutschen Textil- und Modeindustrie begonnen. Schon nach Veröffentlichung hatte der Arbeitgeberverbund die Forderungen der IG Metall nach Tarifsteigerungen von 4,5 Prozent und einer Fortführung der Altersteilzeit mit verbesserten Konditionen als unrealistisch zurückgewiesen.

In der heutigen Wirtschaftsdebatte erklärt Wolfgang Brinkmann, Verhandlungsführer der Arbeitgeber: "Unsere Branche kämpft mit sinkender Produktivität und steigenden Lohnstückkosten. Die letzte Gehaltserhöhung liegt außerdem erst sechs Monate zurück und lag weit über der allgemeinen Preissteigerung. Arbeitgeberverbund und Gewerkschaft müssen einen Weg finden, der die Unternehmen nicht überfordert. Wir sollten gemeinsam zu einer angemessenen Tarifentwicklung kommen."

Über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unserer Branche sowie über aktuelle Entwicklungen informieren wir unter www.textil-mode.de/themen/tarifpolitik.

Die nächste Verhandlungsrunde wird am 17. Januar 2017 in Bielefeld stattfinden.

 

Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie ist (einschließlich Schuh- und Lederwarenindustrie) mit etwa 1 400 Unternehmen und ca. 130 000 Beschäftigten im Inland die zweitgrößte Konsumgüterindustrie in Deutschland. Deutsche Textil- und Modeunternehmen erwirtschaften einen Jahresumsatz von ca. 31 Milliarden Euro (davon 60 % Textil, 40 % Bekleidung) und sind damit in Europa führend. Textilunternehmen sind wichtige Zulieferer für Branchen wie Automobil, Luft- und Raumfahrt, Medizin, Geotechnologie etc. Der Gesamtverband textil+mode (t+m) ist der Dachverband der deutschen Textil- und Modeindustrie. t+m vertritt die Interessen der Branche in den Bereichen der Wirtschafts- und Sozial- sowie Tarif- und Bildungspolitik. www.textil-mode.de