Geistiges Eigentum: Zollstatistik 2009 liegt vor

Der deutsche Zoll hat seine Statistik zu den Beschlagnahmen gefälschter Produkte vorgelegt. Es ist eine leichte Entspannung festzustellen - an der Spitze der Problemländer steht wie immer China.

Der Zoll hat im Jahr 2009 Waren im Wert von 364 Mio. Euro beschlagnahmt, was deutlich unter dem Niveau von 2008 liegt (436 Mio. Euro). Da die Warenkategorien einmal mehr geändert wurden, ist ein Vergleich mit dem Vorjahr teilweise schwierig. Eine Unterscheidung zwischen Sportbekleidung und sonstiger Bekleidung findet nicht mehr statt. Insgesamt wurde Bekleidung (inkl. Bekleidungszubehör) im Wert von 51,2 Mio Euro beschlagnahmt. Hier ist ein ganz deutlicher Rückgang zu verzeichnen (Vorjahr 73 Mio. Euro an reiner Bekleidung ohne Sportbekleidung). An der Spitze steht das sog. „persönliche Zubehör“ wie Sonnenbrillen und Taschen mit 113 Mio. Euro. Im Bereich der Schuhe ist ein Rückgang von 121 auf 101 Mio. Euro zu verzeichnen. 28,8 % aller Aufgriffsfälle betrafen Waren aus China, dessen Anteil nahezu unverändert geblieben ist. Hinzukommen 15,7 % Beschlagnahmen von Waren aus Hongkong, was fast einer Verdoppelung entspricht. Das Sorgenkind Türkei stabilisiert sich für ein Land, das sich anschickt EU-Mitglied zu werden, auf zu hohem Niveau (5,1 %; Vorjahr 4,5 %). Die Zahl der Grenzbeschlagnahmen ist leicht rückläufig und lag bei 9622 Fällen (2008: 10.890). Thailand entwickelt sich immer mehr zum Problemland und liegt bei 19,6 % der Fälle (2007: 4,1 %; 2008: 17,4 %). Die USA hingegen haben sich deutlich verbessert. Der Anteil sank von 18,5 % auf 10,9 %. Die veröffentlichte Statistik ist leider gröber als in den letzten Jahren, was daran liegen mag, dass die Zahlen nicht so spektakulär sind. Die EU-Zollstatistik, die in der Regel detaillierter ist, wird voraussichtlich Ende Juli erscheinen.


Informationen zur Zollstatistik finden Sie auch auf der Seite des Zolls unter diesem Link.


Stephanie Schmidt, 03.05.2010
 
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