Verletzung geistigen Eigentums durch Produktfälschungen: Textil und Mode stark betroffen
Jedes Jahr veröffentlicht die Europäische Kommission in einer Zollstatistik gefälschte Produkte, die von den jeweils nationalen Zollbehörden an den Grenzen eingesammelt wurden.
Insgesamt betrafen die Grenzbeschlagnahmen 118 Millionen Artikel. Das ist eine Verringerung von rund 60 Millionen. Es kann aber keine Entwarnung gegeben werden, denn der Rückgang betrifft vor allem CDs/DVDs (von 75 Millionen auf rund 6,5 Millionen Stück). Außerdem hat die Wirtschaftskrise im Ganzen zu geringerem Warenverkehr geführt. Das macht sich auch bei den Fälschungen bemerkbar. Herkunftsland Nr. 1 ist und bleibt China. Von dort stammen 64 % (Vorjahr 54 %) aller Produkte. Erfreulich ist, dass wieder mehr Unternehmen Grenzbeschlagnahmeanträge stellen (Steigerung von 12.900 auf 14.800). Wenn die Zollbehörden an der Grenze aktiv werden, beruht dies in 90 % der Fälle auf einem solchen Antrag.
Im Bereich Textil und Accessoires ist der Unterschied zwischen der Anzahl der Beschlagnahmefälle und der Menge der beschlagnahmten Artikel auffällig. Insgesamt bezogen sich 30 % (Vorjahr 56 %) der Beschlagnahmen auf Produkte dieser Gruppe. Mit 8 Millionen Produkten aus dem Bereich Bekleidung und 4,5 Millionen Paar Schuhe sind immer noch zu viele Fälschungen im Umlauf.
Die Herkunftsländer. Platz 1 belegt China. Bei Schuhen besitzt das Land fast ein Monopol (90 %), bei Bekleidung und Accessoires erreicht der chinesische Anteil 72 %. 6,5 % der Fälschungen stammen aus der Türkei., die damit den 2. Platz belegt. Es folgen zwei Mitgliedstaaten der EU: Polen (5,4 %) und Estland (4,07 %).
Nähere Informationen zu den Zollstatistiken finden Sie auf den Seiten der Europäischen Kommission, DG TAXUD und hier.



