EP Brüssel: Made in-Hearing mit großer Resonanz

Das am 23. Juni im Europäischen Parlament stattfindenden Hearing zur verpflichtenden Herkunftsbezeichnung (Made in) stieß auf großes Interesse, mancher Abgeordnete bekam nur noch einen Stehplatz. Auf dem Podium diskutierten Befürworter, wie die italienische Abgeordnete Christiana Muscardini, mit Gegnern wie dem schwedischen Abgeordneten Christofer Fjellner und Frank Kirchner als Vertreter der Firma FALKE.

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vlnr: Alberto Paccanelli (Martinelli Ginetto Spa), Christofer Fjellner (MEP), Christiana Muscardini (MEP), Daniel Caspary (MEP), Frank Kirchner (FALKE), Henrik Isakson (National Board of Trade)

Auch in der anschließenden Fragerunde wurden unterschiedliche Positionen von Abgeordneten und Firmenvertretern deutlich. Während sich ein italienischer Unternehmer Vorteile von einer verpflichtenden Herkunftsbezeichnung verspricht, erläuterten andere Teilnehmer abermals das Problem der Vielzahl von Produktionsländern entlang der Wertschöpfungskette. Die nicht-präferentiellen Ursprungsregeln aus dem Zollrecht seien nicht geeignet, dieser Realtität gerecht zu werden. Die Forderung nach einer verpflichtenden Made in-Regelung wird von den Befürwortern mit Verbraucherschutz begründet. Im Hearing wurde noch einmal deutlich, dass dem Verbraucherschutz mit dem derzeitigen Vorschlag, der den Fokus auf den letzten Ort der Fertigung legt, nicht gedient wird.

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17 europäische Kammern und Verbände hatten eingeladen, um Europaabgeordnete und Interessenten über die verpflichtende Herkunftskennzeichnung (Made in) zu informieren. Der DIHK organisierte die Veranstaltung zusammen mit dem Gesamtverband textil+mode und der Schwedischen Handelskammer. Moderator und Gastgeber im Europäsischen Parlament war MEP Daniel Caspary (links im Bild mit Frank Kirchner, FALKE).
 
 
 
 
 
 
 
 
15 der 17 Kammern und Verbände haben in einem kurzen gemeinsamen Positionspapier, das aus Anlass des Hearings erarbeitet wurde, ihre ablehnende Haltung gegen ein verpflichtendes Made in zum Ausdruck gebracht. Das Dokument können Sie hier (ausschließlich) in englischer Sprache herunterladen. Ebenfalls zum Download bieten wir Ihnen eine t+m Stellungnahme an, die sich sowohl zur verpflichtenden Ursprungskennzeichnung als auch zum Beschluss des Parlaments für eine harmonisierte freiwillige Kennzeichnung kritisch auseinandersetzt. Das Dokument ist hier auf deutsch und auf englisch abrufbar.

 

 

Admin Istrator, 25.06.2010
 
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