Girls4Science: GO TEXTILE! im Girls Camp des Forschungsinstituts Hohenstein

„Mittlerweile besuche ich bereits das dritte Mädchencamp in Baden-Württemberg“, erklärt eine 15-jährige Realschülerin. „Jedes Mal mache ich andere Erfahrungen“.

Mit dem im Novemberstattgefundenen einwöchigen Ferienprojekt der Pädagogischen Hochschule Freiburg wurden 20 jungen Schülerinnen von Realschulen und Gymnasien des Landes Baden-Württemberg im Forschungsinstitut Hohenstein technische Experimente im Rahmen von textiler Forschung nahegebracht.

Eingebunden in die Initiative „Schülerinnen forschen“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg in Kooperation mit der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit will die Pädagogische Hochschule Freiburg junge Mädchen durch regelmäßiges Experimentieren in speziell dafür eingerichteten Schülerinnenlaboren ansprechen. Dadurch soll ihr Interesse für Studien- und Berufswege in Naturwissenschaften und Technik geweckt werden.

Im Forschungsinstitut Hohenstein mussten die Schülerinnen unterschiedlichste Experimente und Aufgaben durchführen. So experimentierten sie rund um das Thema „Hausstaubmilben — ungeliebte Bettgefährten“, lernten verschiedene textile Untersuchungsmethoden nach DIN Norm kennen, wurden in das Thema Bekleidungsphysiologie eingeführt, machten Erfahrungen mit dem 3D-Bodyscanner im Zusammenhang mit der deutschen Reihenmessung „Size Germany“ und erfuhren Neues aus der textilen Forschung im Bereich UV-Schutz — „Sicher die Sonne genießen“.

Die Forscherinnen des Instituts Hohenstein stellten sich außerdem den Fragen der Mädchen. „Was verdienen Sie?“, „Wie vereinbaren Sie Arbeit und Privatleben?“ oder „Entspricht ihre Arbeit ihren Wunschvorstellungen?“ waren einige Fragen der Schülerinnen.

Am Ende der Woche gab es außerdem eine spezielle Berufsberatung durch Karin Terdenge vom Gesamtverband textil+mode. Im Fokus standen die Präsentation der Nachwuchsinternetkampagne GO TEXTILE! und Information über die wichtigsten Ausbildungsberufe der Textil- und Modebranche.

Alle Erlebnisse und Erfahrungen wurden von den Schülerinnen in Form von selbstgemalten Bildern gespiegelt. Prof. Dr. Annemarie Grundmeier, Pädagogische Hochschule Freiburg und Prof. Dr. Dirk Höfer, Forschungsinstitut Hohenstein prämierten das beste Bild.

„Ein wenig anstrengend war das Camp schon,“ sagte ein Mädchen bei der Schlussbesprechung, „aber die Gruppe hat viel Neues gelernt und aufgenommen.“ Eigentlich habe sie ja schon ein anderes Berufsziel, aber sie wolle sich dennoch ein umfassendes Bild über verschiedene Branchen verschaffen und nutze daher jede sich bietende Gelegenheit, um Erfahrungen im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich zu machen. Vielleicht beeinflusst sie das Girls Camp ja noch zu einer anderen Entscheidung.

 

Girls Camp 009
Girls Camp 042

 

Admin Istrator, 22.11.2010