Ausgleichsvereinigung textil+mode e.V.

03.12.2010 -

In der ersten Mitgliederversammlung der „Ausgleichsvereinigung textil+mode“ am 29. November 2010 hat Susanne Wicht den Vorstand des Vereins übernommen. Sie folgt damit Oskar Vogel, der zum 1. Januar 2011 als Hauptgeschäftsführer zum Baden-Württembergischen Handwerkstag wechselt und sein Amt in der Versammlung mit sofortiger Wirkung niederlegte.

Wicht leitet seit dem 01. Februar 2009 als Rechtsanwältin das Referat Arbeits- und Sozialversicherungsrecht beim Gesamtverband textil+mode. Bereits Mitte 2009 sensibilisierte sie die Unternehmen der Textil- und Modebranche durch mehrere Informationsveranstaltungen für die Problematik der Künstlersozialabgabe und die Vorteile der Ausgleichsvereinigung. Der Gründungsprozess der „Ausgleichsvereinigung textil+mode e.V.“ wurde federführend von ihr begleitet. Wicht ist mit der Thematik bestens vertraut und steht insbesondere den Mitgliedsverbänden von t+m und deren Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite.

„Ich bedanke mich für das Vertrauen, das mir mit dieser Position entgegengebracht wird und freue mich auf die kommenden Aufgaben und Herausforderungen. Nach den Stichprobenprüfungen bei den Unternehmen kann auf einer fundierten Grundlage weiter mit der Künstlersozialkasse verhandelt werden“, sagt Wicht.

Das Gründungsverfahren befindet sich mit den derzeit laufenden Stichprobenprüfungen auf einem guten Weg. Es ist geplant, dass die „Ausgleichsvereinigung textil+mode e.V.“ ihre Arbeit im Frühjahr / Sommer 2011 aufnimmt.

22.09.2009 -

Am 16.09.2009 wurde in den Räumlichkeiten des Gesamtverbandes textil+mode von sechs Mitgliedern die Gründung des Vereins „Ausgleichsvereinigung textil+mode e. V.“ beschlossen. Den Vorsitz des Vereins übernimmt zunächst Oskar Vogel, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes textil+mode. „Wir brauchen die Ausgleichsvereinigung, denn sie nimmt unseren Mitgliedsverbänden und deren Mitgliedsunternehmen den bürokratischem Ballast ab“, so Vogel.

Die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister erfolgt nach Vertragsunterzeichnung mit der Künstlersozialkasse.

Die Aufgabe des im juristischen Sinne errichteten Vorvereins wird im Wesentlichen in der Förderung des Gründungsprozesses der „Ausgleichsvereinigung textil+mode e. V.“ liegen. Zu nennen ist hier vor allem die Organisation der Arbeitsgruppe „Ausgleichsvereinigung textil+mode“. Diese soll aus Verbands- und Firmenvertretern der Textil — und Bekleidungsindustrie bestehen und insbesondere die für die Branche geeignete Bemessungsgrundlage ermitteln.

Auf Initiative des Gesamtverbandes textil+mode haben in den Monaten Juli und August 2009 drei bundesweite Informationsveranstaltungen zum Thema „Künstlersozialabgabe und Ausgleichsvereinigung“ in Ulm, Münster und Chemnitz statt gefunden. Daran nahmen insgesamt etwa 80 Unternehmen der Textil- und Bekleidungsindustrie teil. Im Rahmen dieser Veranstaltungen informierten Referenten der Künstlersozialkasse, der Deutschen Rentenversicherung Bund und der bereits bestehenden Ausgleichsvereinigungen von Chemischer sowie M + E Industrie über die Künstlersozialabgabepflicht für sogenannte eigenwerbende Unternehmen und das damit einhergehende bürokratisch aufwändige Abgabeverfahren. Laut einer Studie entstehen den Unternehmen pro Euro Künstlersozialabgabe zusätzlich 80 Cent an Bürokratiekosten. Vor allem aufgrund der Umstellung der Prüfung der ordnungsgemäßen Entrichtung der Künstlersozialabgabe stießen die Veranstaltungen auf reges Interesse. Seit dem Jahr 2007 wird die Prüfung nicht mehr von der Künstlersozialkasse selbst mit bundesweit lediglich zehn Prüfern, sondern von der Deutschen Rentenversicherung Bund mit über 3.600 Prüfern im Rahmen der turnusgemäß alle vier Jahre stattfindenden Betriebsprüfung vorgenommen.

Im Anschluss an die Veranstaltungen startete der Gesamtverband textil+mode am 14.09.2009 eine bundesweite Unternehmensabfrage zum möglichen Interesse an einer Mitgliedschaft in der „Ausgleichsvereinigung textil+mode e. V.“ sowie zur Teilnahme an der Arbeitsgruppe „Ausgleichsvereinigung textil+mode“ gestartet. Die bisher eingegangenen Antworten sind durchweg positiv.